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 Fränkische Weine - entsprechend ihrer heutigen Bedeutung  


MÜLLER-THURGAU
Gemessen an der Anbaufläche ist die Rebe auf dem Weg, den Silvaner zu verdrängen. Inzwischen ist etwa die Hälfte der Weinberge mit dieser vor Hundert Jahren in der Schweiz gezüchteten Traube bestockt. Sein Vorzug ist die frühe Reife die ihm gestattet, Duft- und Aromastoffe ausgeprägt zu entwickeln. Frankenweine dieser Rebe sind von ausdrucksvoller Frucht und verbindet die Rasse des Rieslings mit der Finesse des Gutedel.

SILVANER
Frankens Traditionssorte ist der Silvaner. Für Kenner ist er der Frankenwein schlechthin. Im fränkischen Obereisenheim ist die Silvanertraube erstmals im 17. Jh. urkundlich erwähnt. In Franken bringt sie ausgeprägte, artvolle, bodenbetonte und kräftige Weine hervor.

BACCHUS
Der Weingott stand bei dieser Rebe, Züchtung aus Silvaner, Riesling und Müller-Thurgau, pate. Ergebnis ist ein typischer Frankenwein mit Frucht und Eleganz. Gerne begleitet er die Gäste Frankens auf den vielen Weinfesten im Land.

RIESLING
Die Traube lässt sich gerne die Königin der Trauben nennen. Feinfruchtigkeit und Rasse, ein an Pfirsich erinnerndes Bukett sind seine Erkennungsmerkmale. Nur etwa 3% der Rebflächen in Franken genügen den individuellen Ansprüchen der Rieslingrebe.

RIESLANER
Eine Züchtung aus Veitshöchheim, der bayerischen Landesanstalt für Weinbau. Entstanden aus der Kreuzung des Silvaners mit der Rieslingrebe. Typisch ist das feinfruchtige, rassige Bukett, das auch in mäßigen Jahren gesichert ist. Deshalb auch „Mainriesling“ genannt, eine echte Rarität.

TRAMINER
Wie der Silvaner eine der hochwertigsten und ältesten Sorten Frankens. Nach dem bekannten Weinort Tramin benannt, zeichnet sich der Wein durch würziges Aroma aus, an den Duft von Wildrosen erinnernd. Ein herrlicher Dessert-Wein.

SCHEUREBE
Eine noch junge Schöpfung von 1916, benannt nach seinem Züchter Georg Scheu, gehört zur Traminerguppe. Das Silvaner x Riesling-Kind besitzt ein besonderes Bukett, das an den Geschmack der schwarzen Johannisbeere erinnert. Ein prädestinierte Sorte zur Gewinnung von Beerenauslesen und Eisweinen bei besonders guter Lagerfähigkeit.

KERNER
Nach Justinus Kerner, dem Dichter, den die Weinsberger mit einem Denkmal ehren, ist dieser Wein kaum 30 Jahre alt. Die Kreuzung aus Trollinger und Riesling ergibt bei mehr Trauben weniger Säure. In Franken mit 4,5% Anteil eine beliebte und weit verbreitete Traube.

WEISSBURGUNDER
Die Wurzeln dieser Rebe liegen in Frankreich. In besten Lagen Frankens oder Badens angebaut, bringt die Rebe fruchtige Weine mit Zytrusaromen hervor, die den Weinfreund überzeugen.

GRAUER BURGUNDER
Die auch „Pino Gris“ genannte Traube sucht seine Wurzeln in Burgund und ist entsprechend anspruchsvoll. Der trocken klassische Wein wird bevorzugt zu Fisch sowie Krusten- und Schalentiere getrunken.

SCHWARZRIESLING
Wegen der Triebspitzen, die wie mit Mehl bestreut aussehen, gaben dieser Rebe auch den Namen „Müllerrebe“. Die Weine sind rubin- bis dunkelrot und erinnern an reife Waldholunder. Er wird bevorzugt im Eichenfass ausgebaut mit dem Ergebnis besonders nuancenreicher Weine.

SPÄTBURGUNDER
Der „König“ der fränkischen Rotweinreben. Hier schon seit über 200 Jahren zu Hause. Er stellt hohe Ansprüche an die Lage und ist d i e Herausforderung für ambitionierte Winzer. Geglückter Ausbau bringt den Geschmack von Mandeln hervor. Seine Farbe ist rubin- bis granatrot.

PORTUGIESER
Die Rebe ist ein Schalk, denn sie stammt ursprünglich aus Ungarn. Eine früh reifende Sorte, die durch mäßigen Säure- und Gerbstoffgehalt zu den einfacheren, unkomplizierten Rotweinen zählt. Der rot leuchtende Wein verführt zum frühen Drinken und alltäglichen Genuß.

DOMINA
Eine Kreuzung aus Portugieser und Spätburgunder hat in Franken viele glühende Verehrer. Der tiefrote Wein ist auf dem besten Weg eine typisch fränkische Spezialität zu werden. Ausgezeichnet auch durch kräftiges Bukett und markanter Herbe.

DORNFELDER
Eine Neuzüchtung von 1955 zur Verbesserung hellroter Weine. Inzwischen ist er mit seinem tiefen Rot der Bordeaux unter Frankenweinen. Weinfreunde gewinnt er mit seinem ausgesprochen feinen Aroma nach Holunder und Wildbeeren.
 

Der Bocksbeutel,

das Wahrzeichen des Frankenweines, wurde erst Mitte des 2. Jh. hier heimisch.
Seit 1728 genießt der Bocksbeutel in Franken Rechtsschutz und ist gleichzeitig Symbol für Echtheit und unver-fälschten Genuss.

Nur im badischen Rebland - vor den Toren  der Kurstadt Baden-Baden`s - dürfen Weine, wegen eines alten Privileges, eben-falls im Bocksbeutel abgefüllt werden

 

 

Wein, mäßig aber regelmäßig genossen, bereichert die Sinne und fördert die Gesundheit.

Wissenschaftliche Studien beweisen:
Moderater Wein-genuss senkt das Infarktrisiko,
bessert den Allgemeinzustand
und verlängert das
Leben.

ZUM WOHL!

 

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