Presseinformation Fränkische BocksbeutelStrasse
 

 

 


                                                                                                                                              
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Genussreise auf der "Fränkischen Bocksbeutel-Strasse"

Die FRÄNKISCHE BOCKSBEUTEL-STRASSE folgt größtenteils dem Jahrhunderte alten Ost-West-
Handelsweg entlang dem Flussbett des Mains. Strebt damit der großen Nord-Süd-Verbindung des "Vater Rhein" zu.
Ursprünglich eine Idee des Fränkischen Weinbauverbandes, wurde die Fränkische Bocksbeutel-Strasse in den 80er Jahren, in Zusammenarbeit mit Touristikern, den Bedürfnissen der heute zahlreichen Individualreisenden angepasst. Dazu bedurfte es zunächst einer logischen Struktur: mit einer West-Route - von Würzburg bis Aschaffenburg, einer Nord-Route - von Würzburg bis Hammelburg, der traditionellen Mainschleife um Volkach herum, der Ost-Route - von Würzburg bis zum beginnenden Steigerwald und der Süd-Route - bis ins Taubertal, wurde diese gefunden.  Natürlich kann nicht jeder Weinort Frankens an der „Bocksbeutel-Strasse“ liegen. Dieses Zugeständnis musste an die Übersichtlichkeit der Routenführung gemacht werden. So ist die „Bocksbeutel-Strasse“ eigentlich eine „Einstiegsdroge“ für künftige Freunde des  Fränkischen Weinlandes, der einzigartigen Landschaften zwischen Spessart und Steigerwald.
Würzburg ist Ausgangs- oder Endpunkt jeweils eines bequemen Tagesausfluges. Mit dem „Würzburger Stein“ hat die alte Bischofs- und Universitätsstadt nicht nur eine der berühmtesten Weinlagen der Welt in ihren Mauern. Auch altehrwürdige Weingüter: das Julius-Spital und das Bürgerspital zum Hl. Geist hüten  ihre Schätze tief unter den Straßen der Stadt. Die nicht zu übersehende Marienfeste beherbergt u.a. das Mainfränkische Museum mit Werken von Tilmann Riemenschneider. Der viertürmige Kilians-Dom, dem Schutzpatron Frankens geweiht, ist nach den Kaiserdomen in Speyer, Mainz und Worms die viertgrößte romanische Kirche Deutschlands. Auch die aus römischer Zeit stammende Steinbrücke über den Main ist ein bemerkenswerte Punkte, der auf keinem Besuchsprogramm fehlen sollten. Nicht zu vergessen die Fürstbischöfliche Residenz - UNESCO Weltkulturerbe - und Meisterwerk des Balthasar Neumann. Berühmt nicht nur wegen ihres berühmten Treppenaufganges von Battista Tiepolo.

Buntsandstein, Muschelkalk prägen den Geschmack der vorherrschenden Reben, sei es die Müller-
Thurgau-Rebe, die Silvanertraube oder die des edlen Riesling. Je nach Region verraten die für Schlösser, Burgen, Kirchen, Stützmauern, Haussockel, Treppenstufen, Türrahmen, Fensterblenden, Brunnen und Bildstöcke oder Wehrmauern verwendeten Steine die Eigenschaften der Böden, auf denen facettenreiche Frankenweine wachsen.

Die Kunst der Kellermeister vollendet den Wein, trotz aller modernen Möglichkeiten die heute Brüssel den Winzern einräumt, arbeiten sie streng nach den Regeln ihrer alten fränkischen Weinbautradition. Zu  vermerken ist, dass die fränkischen Weinbauern - auch Häcker - genannt, sich zum alt hergebrachten, unverfälschten Ausbau der Frankenweine freiwillig verpflichtet haben. Den Weingenießer wird`s freu`n. -
Diemeist kleinbäuerlich strukturierten Winzerbetriebe liefern ihre gesamte Traubenernte bei einer der großen Winzergenossenschaften in Hammelburg, Alzenau, Hörstein, Nordheim, Randersacker, Sommerach oder Thüngersheim ab. Mehr als 40% Anteil hat die Müller-Thurgau-Trauben, auf 20% bringt des die  Silvaner-Rebe, es folgen Bacchus mit ca. 11%, Kerner mit ca. 6% und Riesling, die Königin der Trauben, mit etwas weniger als 5%.

Der Bocksbeutel, ist die unverwechselbare Weinflasche, die ausschließlich  für Frankens Qualitätsweine  und Prädikatsweine verwendet werden darf. Eine Ausnahme besteht - aus geschichtlicher Tradition - für Weine aus dem Rebland, einer wenige Orte umfassenden Region an der Badischen Weinstrasse - nahe Baden-Baden.

Das Wort Bocksbeutel führt seine Entstehung entweder auf den Hodensack des Ziegenbockes oder auf das niederdeutsche „Bocksbüdel“ (Beutel für Gebetsbuch!) vielleicht aber auch auf  „bauchige Buddel“ zurück. Fest steht, der Bocksbeutel ist ein Qualitätsversprechen.

An Stelle des im Krieg zerstörten historischen Zollhauses am "Würzburger Alten Kran" steht heute das „Haus des Frankenweins“, Sitz des Fränkischen Weinbauverbandes. Der Fränkische Weinbauverband wurde 1836 als zweitälteste berufsständische Vereinigung des Weinbau`s in Deutschland gegründet. Der Besucher findet hier eine Probierstube und umfangreiches Informationsmaterial sowie Literatur zum Frankenwein.
                                                                                                                                                  Guido Rey
 


 

 

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